Sonntag, 22. Juni 2014

Tod im Ministerium oder "Trauer ist kein produktives Gefühl" GRIEF IS NOT PRODUCTIVE FEELING

Tod im Ministerium

Arbeitstitel: BLUTSPUR

Dies ist die erste Folge einer Serie von Krimi-Drehbüchern. Schauplatz: Österreich, Wien.

Ähnlichkeiten mit lebenden Personen oder bereits ermordeten bzw. pensionierten Personen im Umkreis von Österreichs Bundesministerien, Obersten Organen und Bundesverwaltung sind rein zufällig.

Vorspiel (Einblendung): Bei einem Vortrag in Linz bricht am 5. Dezember 2002 ein hoher Beamter des Finanzministeriums zusammen. Er fällt ins Koma und kann sich danach an nichts mehr erinnern. Er war seit 1966 für das österreichische Bundesministerium für Finanzen tätig. 

Folge 1: Tod im Ministerium (Untertitel: Trauer ist kein produktives Gefühl)

Es ist Montag, der 10. November 2003. Wir befinden uns in Wien – näher gesagt in einer Abteilung des Bundesministeriums für Finanzen in Wien-Landstraße, Hintere Zollamtsstraße, 6. Stock.

Ein Beamter – zuständig für den Zahlungsverkehr der Republik Österreich – macht sich auf den Weg nach Hause. Da erscheint noch ein Kollege bei ihm im Zimmer.

Am nächsten Tag wird er tot von der Putzfrau gefunden.

Schauplatzwechsel (Zeitsprung):

Es ist  Mai 2005: Ein Betriebsrat aus dem Bundesrechenzentrum wird im selben Haus tot aufgefunden. Er wollte hohe Beamte, Sektionschefs und den Minister mit Beweis-Videos über den Tod des Beamten im Finanzministerium erpressen.

Schauplatzwechsel (Zeitsprung):

Es ist der 3. Januar 2006: Der Chef des Betriebsrates des Bundesrechenzentrums erkrankt schwer. Er muss für ein Jahr ins Krankenhaus und wird danach pensioniert.

Schauplatzwechsel (Zeitsprung):
Die Kabinettschefin des Finanzministers wird Geschäftsführerin des Bundesrechenzentrums.

Schauplatzwechsel (Zeitsprung):

Es ist März 2008: Ein ehemaliger Beamter des Bundesrechenamtes – heute Chef des SAP-Betriebs im Bundesrechenzentrum – wird „abgelöst“.

Schauplatzwechsel (Zeitsprung): 

Es ist der 13. Mai 2008 (Dienstag nach Pfingsten): der SPÖ-Parlamentsangestellte Mag. S. kauft  sich eine Hacke und tötet seine Frau (Protokoll-Chefin des österreichischen Finanzministers Mag. M.), seine 7-jährige Tochter in Wien. Er fährt nach Linz und tötet dort seine Eltern und seinen Schwiegervater. Danach besucht er ein Bordell und stellt sich der Polizei. (Siehe dazu: Peter Turrini, "AUS LIEBE" ein Theaterstück, uraufgeführt am Theater in der Josefstadt, Wien) 

Schauplatzwechsel (Zeitsprung):

Es ist August 2008: Jener Abteilungsleiter, der den  im November 2003 verstorbenen Beamten kurz vor seinem Tod noch „besuchte“, wird von Nationalratspräsidentin und Finanzminister zum interimistischen Leiter der Buchhaltungsagentur bestellt. Die bisherige Leiterin der BUHAG Wien verschwindet spurlos.

Einblendung Oktober 2008:

Ein Landeshauptmann verunglückt tödlich in Kärnten mit seinem Dienstauto – einem VW Phaeton.

Schauplatzwechsel (Zeitsprung): 

2. Oktober 2009: In der Tiefgarage des Ministeriums in der Hinteren Zollamtsstraße (siehe oben) bricht der Kabinettschef des Staatssekretärs im Finanzministerium zusammen. Er stirbt wenige Tage später im Allgemeinen Krankenhaus in Wien. Er wurde leider nur 34 Jahre alt - hat sich aber offenbar mit einer gefährlichen, mörderischen Sekte angelegt. 

Eine Nachrichtensprecherin liest folgende Presse-Meldung: Holger F. war seit Dezember 2008 mein Kabinettschef im Finanzministerium. Zuvor war er ab Juli 2005 im Kabinett von Wirtschaftsminister Martin Bartenstein - anfangs als Pressesprecher sowie stellvertretender Kabinettschef und ab März 2007 als Kabinettschef im Ministerium für Wirtschaft und Arbeit  - tätig. Seine berufliche Laufbahn startete Holger Fürst beim Nachrichtenmagazin “Format”, wo er als Redakteur für Wirtschaft und Politik die Basis für sein erfolgreiches politisches Wirken legte. Holger F. wurde 34 Jahre alt. Holger F. war seit Dezember 2008 mein Kabinettschef im Finanzministerium. Zuvor war er ab Juli 2005 im Kabinett von Wirtschaftsminister Martin Bartenstein - anfangs als Pressesprecher sowie stellvertretender Kabinettschef und ab März 2007 als Kabinettschef im Ministerium für Wirtschaft und Arbeit  - tätig. Seine berufliche Laufbahn startete Holger Fürst beim Nachrichtenmagazin “Format”, wo er als Redakteur für Wirtschaft und Politik die Basis für sein erfolgreiches politisches Wirken legte. Holger F. wurde 34 Jahre alt. Ende der Moderation 

Schauplatzwechsel (Zeitsprung) - Finanzministerium/ Bundesrechenzentrum Wien-Landstraße 

14./16. Dezember 2009:
Die Hypo Alpe Adria wird notverstaatlicht – das SAP Kompetenzzentrum in Wien-Landstraße feiert sein 10-jähriges Bestehen.

Schauplatzwechsel (Zeitsprung) - Wien Bundesrechenzentrum 

August 2011: Ein anderer Kollege des verstorbenen Beamten aus dem Finanzministerium – mittlerweile hochgeehrter Abteilungsleiter im Bundesrechenzentrum – publiziert die SAP-Daten der Republik Österreich unter dem Motto „Trauer ist kein produktives Gefühl“

Schauplatzwechsel: Wien Kurier-Redaktion und Wien Palais Eschenbach 

April 2012: Im KURIER erscheint eine Todesanzeige betreff eines Projektleiters und Beamten des Projekts PM-SAP: Personalverrechnung/Personalmanagement des Bundes auf SAP – zugleich (10. April 2012) wird den Angestellten des Bundesrechenzentrums verboten, eine sap_pressive person über Neuerungen im Bereich Elektronischer Datenverkehr im BM für Justiz zu informieren.

Schauplatzwechsel: Wien

Mai 2012: Am Landesgericht für Strafsachen in Wien werden Wolfgang W. und Kurt D. als Drahtzieher der Buchhaltungsaffäre des Bundes (Wo sind die 60 AMS-Millionen???) zu vier Jahren unbedingter Haft verurteilt.

Februar 2014: Der Computerhändler DI-Tech geht in Konkurs. Die Geschäftsführerin und Gründerin der Firma DI-Tech ist nach wie vor Aufsichtsrätin im Bundesrechenzentrum.

Mai 2014: Pressekonferenz im BM für Finanzen: Der österreichische Finanzminister ernennt die Geschäftsführerin des Bundesrechenzentrums (ehemals stv. Kabinettschefin des Finanzministers von 2000 bis 2006) zur AUFSICHTSRÄTIN der Hypo Alpe Adria AG, die im Dezember 2009 unter seinem Vorgänger notverstaatlicht werden musste.


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