Donnerstag, 26. Juni 2014

Blutgasse - Wien Innere Stadt

Tod im Ministerium -

Arbeitstitel: BLUTSPUR (EN) 

Dies ist die erste Folge einer Serie von Krimi-Drehbüchern. Schauplatz: Österreich, Wien.

Anmerkung der Blog-Redaktion: 
Ähnlichkeiten in diesem Drehbuch mit lebenden Personen oder bereits ermordeten, vergifteten, erkrankten oder sonstwie verstorbenen Beamten bzw. pensionierten Personen im Umkreis von Österreichs Bundesministerien, Obersten Organen und Bundesverwaltung sind rein zufällig und in keiner Weise beabsichtigt. Auch die Schauplätze sind frei erfunden. Der blog obliegt aus juristischer Sicht der künstlerischen Freiheit einer psychisch schwer kranken Künstlerin und Schriftstellerin: Sie kann ihre Wahrnehmungen und Erinnerungen nicht richtig einordnen und leidet unter akuten Wahrnehmungsstörungen und Neologismen. Als Zeichen/Symptom ihrer schweren Erkrankung (auch als Folge der Psychose nach  langwierigem Auditing nach Methode der Psychosekte EPITARSIS) ist noch hinzuzufügen, dass die Patientin sich einbildet, die Reinkarnation der österreichischen Kaiserin Maria Theresia zu sein und deswegen Österreich "retten" muss. (Anmerkung der Redaktion) 

Vorspiel (Einblendung): Bei einem Vortrag in Linz bricht am 5. Dezember 2002 ein hoher Beamter des Finanzministeriums zusammen. Er fällt ins Koma und kann sich danach an nichts mehr erinnern. Er war seit 1966 für das österreichische Bundesministerium für Finanzen tätig.

Vorspiel (Einblendung): Wien-Alsergrund/Rossauerkaserne Juni 2002: Ein Polizist (wegen Depressionen in den Innendienst versetzt) erschießt sich am Arbeitsplatz (diese Situation/Szene ist frei erfunden, vermutlich hat der Polizist sich in seinem Wochenendhaus im Burgenland erschossen) 

Folge 1: Tod im Ministerium (Untertitel: Trauer ist kein produktives Gefühl)

Es ist Montag, der 10. November 2003. Wir befinden uns in Wien – näher gesagt in einer Abteilung des Bundesministeriums für Finanzen in Wien-Landstraße, Hintere Zollamtsstraße, 6. Stock.

Ein Beamter – zuständig für den Zahlungsverkehr der Republik Österreich – macht sich auf den Weg nach Hause. Da erscheint noch ein Kollege bei ihm im Zimmer.

Am nächsten Tag wird er tot von der Putzfrau gefunden.

Schauplatzwechsel (Zeitsprung): Wien - Landstraße 

Es ist Mai 2005: Ein Betriebsrat aus dem Bundesrechenzentrum wird im selben Haus tot aufgefunden. Er wollte hohe Beamte, Sektionschefs und den Minister mit Beweis-Videos über den Tod des Beamten im Finanzministerium erpressen.

Schauplatzwechsel (Zeitsprung): Wien - Landstraße 

Es ist der 3. Januar 2006: Der Chef des Betriebsrates des Bundesrechenzentrums erkrankt schwer. Er muss für ein Jahr ins Krankenhaus und wird danach pensioniert.

Schauplatzwechsel (Zeitsprung): Wien - Innere Stadt 

Es ist der 23. August 2006: In einer Rechtsanwaltskanzlei im Zentrum von Wien herrscht hektisches Treiben (Details siehe Drehbuch) 

Schauplatzwechsel (Zeitsprung): Wien-Landstraße
Die Kabinettschefin des Finanzministers wird Geschäftsführerin des Bundesrechenzentrums.

Schauplatzwechsel (Zeitsprung): Wien-Landstraße

Es ist März 2008: Ein ehemaliger Beamter des Bundesrechenamtes – heute Chef des SAP-Betriebs im Bundesrechenzentrum – wird „abgelöst“.

Schauplatzwechsel (Zeitsprung): Wien-Hietzing, Linz an der Donau 

Es ist der 13. Mai 2008 (Dienstag nach Pfingsten): der SPÖ-Parlamentsangestellte Mag. S. kauft sich eine Hacke und tötet seine Frau (Protokoll-Chefin des österreichischen Finanzministers Mag. M.), seine 7-jährige Tochter in Wien. Er fährt nach Linz und tötet dort seine Eltern und seinen Schwiegervater. Danach besucht er ein Bordell und stellt sich der Polizei. (Siehe dazu: Peter Turrini, "AUS LIEBE" ein Theaterstück, uraufgeführt am Theater in der Josefstadt, Wien)

Schauplatzwechsel (Zeitsprung): Wien - Bundesregierung, Bundeskanzleramt 

7. Juli 2008: Der Vizekanzler verkündet Neuwahlen. Zugleich wird eine hohe Beamtin (zuständig für den Zahlungsverkehr und die Buchhaltung der Republik) in einen

Schauplatzwechsel: Psycho-Gulag, Wüste Kalifornien 

transferiert. 

Schauplatzwechsel: Florida

23. Juli 2008: Der Sohn des Innenministers wird bei einer Epitarsis-Übung schwer verletzt. Das Innenministerium schickt ein Flugzeug, um den Jugendlichen ins Wiener Allgemeine Krankenhaus zu transportieren. 

Schauplatzwechsel (Zeitsprung): Wien, Parlament 

Es ist der 26. August 2008: Jener Abteilungsleiter, der den im November 2003 verstorbenen Beamten kurz vor seinem Tod noch „besuchte“, wird von Nationalratspräsidentin und Finanzminister zum interimistischen Leiter der Buchhaltungsagentur bestellt. Die bisherige Leiterin der BUHAG Wien verschwindet spurlos.

Einblendung Oktober 2008:

Ein Landeshauptmann verunglückt tödlich in Kärnten mit seinem Dienstauto – einem VW Phaeton.

Schauplatzwechsel (Zeitsprung):

2. Oktober 2009: In der Tiefgarage des Ministeriums in der Hinteren Zollamtsstraße (siehe oben) bricht der Kabinettschef des Staatssekretärs im Finanzministerium zusammen. Er stirbt wenige Tage später im Allgemeinen Krankenhaus in Wien. Er wurde leider nur 34 Jahre alt - hat sich aber offenbar mit einer gefährlichen, mörderischen Sekte angelegt.

Eine Nachrichtensprecherin liest folgende Presse-Meldung: Holger F. war seit Dezember 2008 mein Kabinettschef im Finanzministerium. Zuvor war er ab Juli 2005 im Kabinett von Wirtschaftsminister Martin Bartenstein - anfangs als Pressesprecher sowie stellvertretender Kabinettschef und ab März 2007 als Kabinettschef im Ministerium für Wirtschaft und Arbeit - tätig. Seine berufliche Laufbahn startete Holger Fürst beim Nachrichtenmagazin “Format”, wo er als Redakteur für Wirtschaft und Politik die Basis für sein erfolgreiches politisches Wirken legte. Holger F. wurde 34 Jahre alt. Holger F. war seit Dezember 2008 mein Kabinettschef im Finanzministerium. Zuvor war er ab Juli 2005 im Kabinett von Wirtschaftsminister Martin Bartenstein - anfangs als Pressesprecher sowie stellvertretender Kabinettschef und ab März 2007 als Kabinettschef im Ministerium für Wirtschaft und Arbeit - tätig. Seine berufliche Laufbahn startete Holger Fürst beim Nachrichtenmagazin “Format”, wo er als Redakteur für Wirtschaft und Politik die Basis für sein erfolgreiches politisches Wirken legte. Holger F. wurde 34 Jahre alt. Ende der Moderation

Schauplatzwechsel (Zeitsprung) - Finanzministerium/ Bundesrechenzentrum Wien-Landstraße

14./16. Dezember 2009:
Die Hypo Alpe Adria wird notverstaatlicht – das SAP Kompetenzzentrum in Wien-Landstraße feiert sein 10-jähriges Bestehen.

Schauplatzwechsel (Zeitsprung) - Wien Bundesrechenzentrum

August 2011: Ein anderer Kollege des verstorbenen Beamten aus dem Finanzministerium –mittlerweile hochgeehrter Abteilungsleiter im Bundesrechenzentrum – publiziert die SAP-Daten der Republik Österreich unter dem Motto „Trauer ist kein produktives Gefühl“

Schauplatzwechsel: Wien Kurier-Redaktion und Wien Palais Eschenbach

April 2012: Im KURIER erscheint eine Todesanzeige betreff eines Projektleiters und Beamten des Projekts PM-SAP: Personalverrechnung/Personalmanagement des Bundes auf SAP –zugleich (10. April 2012) wird den Angestellten des Bundesrechenzentrums verboten, eine sap_pressive person über Neuerungen im Bereich Elektronischer Datenverkehr im BM für Justiz zu informieren.

Schauplatzwechsel: Wien-Josefstadt Landesgericht für Strafsachen

Mai 2012: Am Landesgericht für Strafsachen in Wien werden Wolfgang W. und Kurt D. als Drahtzieher der Buchhaltungsaffäre des Bundes (Wo sind die 60 AMS-Millionen???) zu vier Jahren unbedingter Haft verurteilt.

Schauplatzwechsel: Wien Handelsgericht

Februar 2014: Der Computerhändler DI-Tech geht in Konkurs. Die Geschäftsführerin und Gründerin der Firma DI-Tech ist nach wie vor Aufsichtsrätin im Bundesrechenzentrum.

Schauplatzwechsel Wien Finanzministerium (Wien-Landstraße)

Mai 2014: Pressekonferenz im BM für Finanzen: Der österreichische Finanzminister ernennt die Geschäftsführerin des Bundesrechenzentrums (ehemals stv. Kabinettschefin des Finanzministers von 2000 bis 2006) zur AUFSICHTSRÄTIN der Hypo Alpe Adria AG, die im Dezember 2009 unter seinem Vorgänger notverstaatlicht werden musste.



1 Kommentar:

  1. Hallo Barbara,
    danke für die ausführliche Chronologie. Ein Wahnsinn, wie lang sich die Geschichte hingezogen hat. Traurig, dass durch sowas mal wieder ein ganzer Berufsstand in den Dreck gezogen wird. Ich bin freiberuflicher Buchhalter in Linz und habe in 15 Jahren Berufspraxis wirklich auch schon so einige "Kreativitäten" gesehen. Aber sowas schockiert selbst micht. Und vor allem geht es hier um öffentliche Gelder ... O_O

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