Sonntag, 9. Dezember 2012

340 Millionen verspekuliert: Ein Bauernmädchen als Bauernopfer und mutmaßliche Spekulantin in Budgetangelegenheiten des Landes Salzburg

Bauernopfer oder vom Bauernmädchen zur Spekulantin

Als im Herbst 2008 AMS-Chef Herbert Buchinger den Skandal um die falsch verbuchten 17 Millionen Euro aus dem Budget des österreichischen Arbeitsmarktservice und die irrtümlich ausgestellten Republik-Schuldscheine in der Höhe von ca. 66 Millionen Euro nicht mehr verheimlichen konnte und er eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Wien erstatten musste, suchte man in der Buchhaltungsagentur, im Bundesrechenzentrum und im Bundesministerium für Finanzen fieberhaft und hektisch nach einem Bauernopfer.

Dieses Bauernopfer fand man im „roten“ Buchhalter des Bundessozialamts aus Wien-Liesing. Außerdem verschwand die Geschäftsführerin der Buchhaltungsagentur bereits im Sommer 2008 ganz plötzlich in der Versenkung und ein dubioser Ministerialrat aus dem BM für Finanzen wurde interimistischer Leiter der Buchhaltungsagentur, um die SAP-Systeme zu frisieren. Dafür hatte er einige Monate Zeit, bis dann im November 2008 Helmut B. Leiter der Buchhaltungsagentur wurde.

Die dubiose Vergangenheit des derzeitigen Geschäftsführers der Wiener Buchhaltungsagentur in der Dresdner Straße hat übrigens der grüne Abgeordnete zum Nationalrat Karl Öllinger in einer Pressekonferenz vom 5. Februar 2009 en detail aufgedeckt.

Als Dank dafür darf Karl Öllinger bei den nächsten Wahlen nicht mehr als grüner Nationalrat kandidieren. Aber Epitarsis war schon immer ungerecht.

Nun aber zum Salzburger Finanzskandal:

Eine Beamtin der Salzburger Landesregierung soll ELF JAHRE rückwirkend 340 Millionen Euro Landesgelder an der BÖRSE, auf dem Aktienmarkt verspekuliert haben.

Kurier, 8. Dezember 2012

2009 erhielt Monika R. im Beisein von Landeshauptfrau Gabi Burgstaller das Ehrenzeichen zweiter Stufe der Salzburger Feuerwehr verliehen, welches die wichtigsten STÜTZEN DES LANDES auszeichnet. Monika R. kam Ende der 50-er Jahre in Oberösterreich zur Welt und begann sehr früh den Grundstein für ihren Aufstieg zu legen: Nach HAK-Matura und Jus-Studium schlug sie 1990 die Beamtenkarriere ein. Sie diente sich zur Leiterin des Referats 8/02 Budgetangelegenheiten hoch und verwaltete ein Milliardenbudget.

Urlaub nahm sie so gut wie nie. Die Wochenenden verbrachte sie am elterlichen Bauernhof, wo ein Hund und eine Katze auf sie warteten. „Hochintelligent“ und „hochkompetent“ sagen jene, die sie persönlich kennen. Ende Kurier-Zitat.

"Nie auf Urlaub – das ist immer verdächtig“ – so postete ein Poster in der Debatte zum Salzburger Finanzskandal auf orf.at

Das führt mich in meinen Erinnerungen zurück in jene Sommer, wo meine Wenigkeit noch im Bundesrechenzentrum im Bereich Bundeshaushaltsverrechnung angestellt war. Die „Nachfolgerin“ jenes Beamten, zuständig für Zahlungsverkehr und Kostenrechnung der Republik (gestorben 11.11.2003 am Arbeitsplatz), Frau „Theresia“ ging übrigens auch sehr selten auf Urlaub. Na klar, werden Sie sagen: Gerade in der Urlaubszeit und Weihnachtszeit kann man/frau die Budgetsysteme BVI und SAP gut „bearbeiten“.

Interessant ist, dass jene Vorgesetzten unseres Salzburger Bauernopfers, die elf Jahre – also seit 2001 – bei diesen Manipulationen der Budgetsysteme zugesehen haben, sich jetzt als Aufdecker des Skandals der Öffentlichkeit präsentieren.

Wie gehabt wird die österreichische Bevölkerung für megablöd gehalten.

Die Salzburger PolitikerInnen haben großes Glück, kaum jemand in Österreich weiß, was ein FINANZAUSGLEICH BUND LÄNDER ist und schon gar nicht wissen Menschen in Österreich, welche EpitarsianerInnen an den Schaltstellen im Bundesrechenzentrum sitzen, wo auch der sogenannte Finanzausgleich der Republik Österreich elektronisch abgewickelt wird.

Ja, der einfache Bürger, die einfache Bürgerin will das Schnitzel auf dem Tisch und dass der Lieblingsfussball-Klub bzw. der Lieblingsschifahrer/die Lieblingsschifahrerin gewinnt – so denken es sich halt die PolitikerInnen in ihren Elfenbeintürmen mit Goldrahmen!

Das erinnert mich an einen Sketch des Ö3-Callboys wo SalzburgerInnen auf der Straße gefragt werden, ob die Psychosekte Epitarsis eher katholisch oder evangelisch sei…..Die meisten antworteten: eher evangelisch.

Bundeshaushaltsverrechnung und Landeshaushaltsverrechnung auf SAP-Systemen:

Nach einem Ministerratsbeschluss von 1998 war man vonseiten der SAP-Lobby bemüht, möglichst viele User und Userinnen für SAP in Bundes- und Landesverwaltung zu gewinnen. Sogar Frau Theresia aus dem Bundesrechenzentrum sprach oft davon, dass es pro SAP-UserIn Körberlgeld für Beamte gab.

Vier-Augenprinzip: Schon bei Hofrat Joker lernte ich, dass es bei der Bundesverwaltung aufgrund des Artikels 51 der österreichischen Bundesverfassung (Zweckmäßigkeit, Wirtschaftlichkeit, Sparsamkeit) sogar ein Sechs-Augenprinzip gibt.

Allerdings muss ich jetzt wirklich eine Lanze für die betriebswirtschaftliche Software SAP und ihren Einsatz in der österreichischen Bundes- und Landesfinanzgebarung brechen:

Jahrelang gab es bei der Einführung der SAP-Systeme für Österreichs Bundesministerien und Oberste Organe die Diskussion, ob wir im sogenannten CUSTOMIZING (Einstellung der SAP-Systeme für die SAP-Kunden) besonders bei der Mittelvormerkung eine BETRAGSGRENZE für gewisse User einstellen sollten. Das würde dann bedeuten, das nur gewisse SAP-UserInnen überhaupt einen Betrag von zum Beispiel 100.000 Euro freigeben können: schon bei der Mittelvormerkung.

Für SAP-Berechtigungen ist seit 1998 eine ehemaligen Jugoslawin – damals 25 Jahre alt – im Bundesrechenzentrum zuständig.

Allerdings wurde beim Projekt „Bundeshaushaltsverrechnung auf SAP“ schamlos ausgenutzt, dass sich gewisse Sektionschefs überhaupt nicht in der IT auskannten.

Da wurde etwa im BM für Verkehr, Innovation und Technologie ein Betrag für ein Projekt, der im Bundesvoranschlag über 39.000 Euro ausgewiesen war, einfach auf 69.000 Euro aufgerundet.

Der zuständige Sektionschef aus dem Ministerium sagte zu mir wörtlich: „Machen Sie mit dem Kastl (Computer) was Sie wollen“.

So war durch die IT-Unkenntnis der Sektionschefs in den Bundesministerien Tür und Tor dem Missbrauch von Budgetgeldern geöffnet.

Gerade bei der DATENMIGRATION vom alten Budgetverrechnungsinformationssystem im Bundesrechenzentrum auf die neuen SAP-Systeme sind sicher mehr als 340 Millionen Euro verschwunden. Es gilt natürlich die Unschuldsvermutung.

Persönliche Anmerkung zu den Bauernopfern: Diese Menschen wie Monika R. von der Salzburger Landesregierung oder Wolfgang W. von der Buchhaltungsagentur stehen unter gigantischem Druck. Wolfgang W. schien sogar erleichtert zu sein, als das Spiel mit den AMS-Millionen aufgedeckt war. Auch er stand unter gigantischem Druck. Die Justiz hat ihn ja bald aus der U-Haft entlassen.

Warum stehen diese Menschen so unter Druck? Sie müssen Millionen, Statistiken und „Köpfe“ in die Sektenzentralen weltweit und vor allem in die USA liefern.

Dazu schreiben Liane von Billerbeck und Frank Nordhausen:

Wer zum Operierenden Thetan aufsteigen will, hat für seine Seminare, Trainingsroutinen und Rundowns mit immensen Ausgaben zu rechnen, von denen er beim Eintritt in die Sekte nicht das Geringste ahnt. Mitte der 70-er Jahre wurden die ohnehin gesalzenen Preise beispielsweise monatlich um fünf bis zehn Prozent erhöht. Ein Studium des kompletten Programms war Anfang der 90-er Jahre für ca. 450.000 Mark zu bekommen. Im neuen Jahrtausend muss der Hubbardist für seine Ausbildung fast das Gleiche in Euro hinlegen: 450.000 Euro. Somit ist Epitarsis ohne Zweifel die kostspieligste Religion des Planeten. Doch trotz irrwitziger Preise führt ihr System ins Nichts, denn das Versprechen uneingeschränkter SUPER POWER auf der Brücke ins Glück bleibt notwendigerweise ein Traum: Immer wenn der Epitarsianer scheinbar kurz vor dem Ziel steht, gibt die Zentrale – das RTC in L.A. – einen neuen Kurs frei. Ende Zitat

Persönliche Anmerkung: Interessant ist für mich als gelernte Religionswissenschafterin, dass vor allem SozialdemokratInnen, die historisch bedingt in Österreich einen gigantischen Hass auf alles Katholische und Christliche haben und daher keine Art von Religionsunterricht erhielten, auf diese Sektenschmähs hineinfallen.

Das Ergebnis ist für die Republik Österreich und deren Finanzen VERHEEREND.










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