Dienstag, 17. Januar 2012

Sparen auf Österreichisch - save money like the Austrians do

Die Standard-Software SAP kostet dem österreichischen Steuerzahler monatlich Millionen an Euros.

Die leidgeprüften SAP-UserInnen in den Bundesministerien, Universitäten und nachgeordneten Dienststellen vermeiden es mehrheitlich, das System zu benutzen.

Trotzdem bezahlen die Republik, das Finanzministerium, die Universitätsverwaltungen, die Geschäftsführung der ausgegliederten Unternehmens Unsummen für nicht genützte SAP-Lösungen - Bundeshaushalt, Personalmanagement für BeamtInnen und Universitätsverwaltung, Rechnungswesen und Personalmanagement - monatlich hohe Summen an SAP-Lizenzen.

Zahlen und Fakten

17.000 betreute AnwenderInnen
100.000 Anwender im Intranet
280.000 Gehaltsabrechnungen pro Monat
501 betreute SAP-Mandanten
107 betreute Systeme
170 betreute Schnittstellen
51 SAP-Server
160 SAP-BeraterInnen
40 SAP-Kunden (13 Bundesministerien, 20 Universitäten, 7 Unternehmen)


Die Republik Österreich muss unglaublich reich sein, dass sie sich einen solchen Luxus an Software-Lizenzen leisten kann - von den Projekten des E-Government gar nicht zu reden, die ebenfalls kaum genutzt werden.

Recht praktisch ist es auch, dass man in der Buchhaltungsagentur, wo die Buchhaltung für die Bundesministerien durchgeführt wird, ganz heimlich, still und leise und ganz unbemerkt Millionen von Geldern des Arbeitsmarktservice verschieben kann. Da kommt es sehr gelegen, dass die meisten Prüfer des Rechnungshofes keinerlei Ahnung haben, wie man Datenmanipulationen auf SAP-Systemen überprüfen könnte.

Außerdem gibt es eine Direktleitung zur SAP-Zentrale in Deutschland, sodass ein deutsches Unternehmen jederzeit und immerzu Zugriff auf Österreichs Budgetdaten hat.
Des Weiteren gibt es auch teure Software-Lösungen, sodass gewisse "MitarbeiterInnen" vom Smartphone, I-Pad und Tablet PC jederzeit und von jedem Ort der Welt die Daten des österreichischen Budgets ansehen, kontrollieren und verändern können.

Das Sparen überlassen wir lieber dem kleinen Mann und der kleinen Frau, denen wird dann auch noch das letzte Hemd weggenommen.

Wenn zum Beispiel Ungarn auch noch in die Pleite getrieben wird, dann darf der österreichische Steuerzahler vielleicht auch die ERSTE GROUP retten, so wie er es schon bei der Hypo Alpe Adria getan hat.

Mal sehen, wie lange die Republik Österreich diese Maßnahmen von sehr dummen PolitikerInnen und EntscheidungsträgerInnen noch überleben wird.

Prozess am Landesgericht für Strafsachen - Process at the Regional Court for Criminal Matters

Unter fast vollkommener Medien-Absenz hat heute am Straflandesgericht Wien der Prozess wegen der falsch verbuchten AMS-Millionen begonnen.

Vorher hat noch die SPÖ-Zentrale im ORF-Zentrum am Küniglberg angerufen, um sicher zu stellen, dass die ZEIT im Bild nicht über dieses Verfahren berichtet.

Auch die Korruptionsstaatsanwaltschaft hat unsere Anzeige in den Müll geworfen, wie ich erst unlängst erfahren musste.

Daher werden hier nochmals verschiedene Anfragen und Anzeigen veröffentlicht.

Zum Thema Skandale Bundesrechenzentrum, BM für Finanzen Wien, Buchhaltungsagentur des Bundes ergeben sich folgende Fragen:

1. Woran und warum erkrankte Hofrat Stefan Csoka (BMF - "Gehirn der Republik") im Dezember 2002?
2. Woran starb RegRat Wolfgang Schweinhammer – Zahlungsverkehr Republik Österreich - in der Nacht von 10. auf 11. November 2003?
3. Warum leisteten seine Kollegen im BMF (Hintere Zollamtsstraße 4, 6. Stock) keine ERSTE Hilfe?
4. Welche Zahlungstransaktion hinterließ Schweinhammer im SAP-System QR 1(1) 200 (Instanz PHVNT02) auf dem Kreditor 110002082 (Angst) mit dem Bankkonto 37489547 (Bankschlüssel 60000 PSK Bawag)?
5. Woran starb ein junger Betriebsrat im Bundesrechenzentrum im Frühjahr 2005 – gibt es einen Zusammenhang mit SAP-Projekten (Lizenzen für PM-SAP) und dem Projekt ELAK?
6. Warum behauptet Abg. Karl Öllinger (Grüne), dass die Geldverschiebungen in der Buchhaltungsagentur bereits seit ihrer Gründung im Jahre 2005 stattfinden? (Pressekonferenz 5. Februar 2009)
7. Woran und warum erkrankte Betriebsratsvorsitzender Dr. Richard Koller (BRZ GmbH) am 3. Januar 2006 so schwer, dass er EIN JAHR im Krankenhaus verbringen musste? Gibt es einen Zusammenhang mit dem Projekt PM-SAP und seinen teuren Lizenzen? (PM-SAP: Personalmanagement für Österreichs Beamte auf SAP)
8. Warum gab es in der BRZ GmbH von April bis November 2007 ein Projekt Systemzusammenführung HV-SAP, obwohl es einige Monate später viel mehr Systeme, Instanzen und Mandanten gab als je zuvor?
9. Warum wurde Otmar Henninger im Frühjahr 2008 plötzlich als Leiter des SAP-Betriebs in der BRZ GmbH abgelöst?
10. Warum wurde MR Ihle (BMF, Ex-Kollege von Schweinhammer und Csoka) im August 2008 plötzlich Leiter der BUHAG – das obwohl das Finanzministerium und seine Sprecher beharrlich behaupten, dass die BUHAG nichts mit dem BMF zu tun hat?
11. Warum wurde Mag. Johanna Moder (BUHAG-GF von Mai 2004 bis August 2008) im Sommer 2008 plötzlich abberufen (und verschwand in der Versenkung)?
12. Warum behauptete Mag. Johanna Moder bei Auffliegen des Skandals in der BUHAG Wien im Januar 2009, nie etwas mit der BUHAG zu gehabt zu haben, obwohl sie mehr als VIER JAHRE für die Geschäftsführung der BUHAG verantwortlich war???
13. Warum behauptet das Finanzministerium (Pressekonferenz Harald Weiglein, BMF, Februar 2009), nichts mit den Skandalen in der BUHAG zu tun zu haben, obwohl im Gesetz zur Gründung der BUHAG ausdrücklich festgehalten ist, dass die BUHAG im 100%-igen Eigentum der Republik Österreich ist und der Eigentümervertreter das Bundesministerium für Finanzen ist?
14. Warum hat die Buchhaltungsagentur die dringenden Empfehlungen des Rechnungshofs betreff Zahlungsverkehr auf SAP-Systemen der Republik Österreich nicht durchgeführt?
15. Warum hat Herr Wipplinger über Jahre ungestraft Millionen von AMS-Konten und BMF-Konten auf dubiose Konten ins Ausland transferieren können und gemeinsam mit Kurt Datzer Schuldscheine der Republik Österreich im großen Stil gefälscht?
16. Warum behauptet ein Mitbeschuldigter ständig Gast in der Buchhaltungsagentur und im Finanzministerium gewesen zu sein?
17. Warum sind Wipplinger und Datzer – nach großem Medienecho – im Herbst 2009 ganz heimlich still und leise aus der U-Haft entlassen worden?
18. Warum gibt es bis heute – fast drei Jahre nach Auffliegen des Skandals – noch immer kein Strafverfahren? Sind politische Parteien etwa auch in den Skandal involviert, sodass das Justizministerium bei dessen Vertuschung behilflich sein muss?
19. Wie viele Millionen Euro sind von Österreichs Steuereingangs-Konten (PSK)auf dubiose Konten in die USA, Ecuador etc. geflossen?
20. Sind bei der Erstellung der Bundesrechnungsabschlüsse seit 2002 Experten des BMF und des Rechnungshofes beigezogen worden?
21. Können Sie ausschließen, dass Daten bei der Migration von BVI (Budgetverrechnungssystem) auf SAP manipuliert wurden?
22. Seit wann wird der Bundesrechnungsabschluss auf SAP durchgeführt?
23. Können Sie ausschließen, dass bei der Rückmigration auf BVI (Budgetverrechnungs-Informationssystem) zur Erstellung des Bundesrechnungsabschlusses seit 2001 (SAP-Produktivsetzung Sozialministerium) Daten manipuliert wurden?
24. Korruptionsgelder in welcher Höhe sind im Zusammenhang mit den Projekten ELAK, HV-SAP, PM-SAP, UNI-SAP (UNIVERS, UNIPERS) an Beamte des BMF bezahlt worden?
25. Warum hat die zuständige Beamtin im Bundeskanzleramt bei der Migration der Daten von BVI auf SAP die Landeshauptmanngehälter immer in 4-facher Höhe gesehen? Hat sie etwa ein Problem mit den Augen oder sind die Daten/Zahlen absichtlich bei der Migration BVI-SAP verändert worden?
26. Können Sie ausschließen, dass pro SAP-User im Public Sector Schmiergelder in Millionenhöhe an Beamte im BMF geflossen sind?
27. Hat SAP Waldorf noch immer einen direkten Zugang zu Österreichs SAP-Systemen und wie ist dieser gesichert und mit dem Verfassungsrecht vereinbar?
28. Wie viel Einsparungen erbringen die vielen SAP-Arbeitsplätze und SAP-Lizenzen im Bundesbereich?
29. Sind die SAP-Lizenzen für ungenutzte SAP-Arbeitsplätze evaluiert worden – welches Einsparungspotential würde man im Bereich des Bundeshaushaltes erreichen?
30. Herr DI Albrechtowitz vom BM für Finanzen berichtet in der Wiener Zeitung vom April 2002, dass durch die Projekte Bundeshaushalt (HV-SAP) und Personalmanagement auf SAP (PM-SAP) 700 Millionen ATS (ca. 50 Millionen Euro) eingespart werden sollten. Frage: Ist dieses Sparziel evaluiert und erreicht worden oder sind der Bundesverwaltung durch hohe Lizenzkosten nicht noch viel mehr Budgetbelastungen entstanden?