Donnerstag, 26. Mai 2011

SCHULD und SÜHNE - Crime and punishment

Österreichisches Strafgesetzbuch § 75 – Mord

Wer einen anderen tötet, ist mit einer Freiheitsstrafe von zehn bis zu zwanzig Jahren oder mit lebenslanger Freiheitsstrafe zu bestrafen.

Ich liebe die Soap Opera „Sturm der Liebe“ im Ersten deutschen Fernsehen.

Die Figur der Barbara von Heidenberg ist glänzend „angelegt“.

Millionen von ZuseherInnen warten gespannt über hunderte von Folgen, bis diese Mörderin, diese geldgierige Giftmischerin Barbara von Heidenberg - genial dargestellt von Nicola Tiggeler - endlich für immer im Gefängnis landet.

Doch wir ZuseherInnen müssen warten und warten und warten.

Es ist entsetzlich, mit ansehen zu müssen, dass ein vollkommen unschuldiger, wenn auch sehr impulsiver junger Mann wie Robert, der Sohn von Hotelbesitzer Werner Saalfeld, von diesem dummen ermittelnden Kommissar aus Bayern verdächtigt wird. Das wird schön langsam unerträglich.

Genauso geht es mir im wirklichen Leben.

Ich habe schon so viele Verbrecher in meinem Leben kennen lernen müssen, die nicht bestraft werden, bzw. die Justiz und Politik mit so viel Insider-Wissen, das sie sich erworben haben, bestechen. Ja, so gehen sie alle frei.

Die Grassers, Kulterers, Mensdorfs, Flöttls, Grassls, Ringels, Mosers, Ihles….
Sie wissen einfach zu viel. Sie würden andere in den Abgrund ziehen, wenn die Justiz sie verurteilen würde.

Da geht schon einmal ein Finanzminister mit 500.000 Euro in bar über die Grenze zwischen Österreich und Liechtenstein. Das macht nichts.

Wenn ein Graf Mensdorf-Pouilly einige Tage vermeintlich unschuldig im Gefängnis sitzt, dann erhält er gleich 430.000 Euro als Entschädigung.

Die Tierschützer erhalten 100 Euro pro Tag. 100 mal 100 ist gleich 10.000 Euro. Das macht das Kraut nicht fett.

Andere ehrenwerte Menschen erpressen die Republik Österreich, weil sie wissen, dass die Republik viel Geld an den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte bezahlt hat. Da wollen schon einige ehemalige „Häfnbrüder“ auch Beweisstücke und Zahlungsbestätigungen gefunden haben. Diese Zahlungsbestätigungen, die beweisen sollen, wie korrupt die österreichische Justiz (und nicht nur sie) ist, kursieren ja derzeit in Wien in Kreisen von Klein-Kriminellen und Groß-Kriminellen.

Andererseits wird ein Jugendlicher, der in einen Supermarkt einbricht, gleich von der Polizei erschossen.

Man fragt sich: Wo bleiben hier die Relationen?

Man kann also ungestraft morden, Millionenbetrügereien fortsetzen, nur weil man so viel Wissen über hohe Würdenträger der Republik Österreich hat?

Schon weiland Udo Proksch machte das so. Auf seiner letzten Flucht nach Asien hatte er einen Koffer dabei. Raten Sie mal, was in dem Koffer drinnen war. Ich denke, es waren Fotos von Politikern, wie sie halt in eindeutigen Stellungen mit den halbseidenen Damen der Nacht im Club 45 im 1. Bezirk von Wien fotografiert worden waren. Oder waren es nur Fotos von leckeren Torten aus der K.&K. Hofbäckerei DEMEL?

Viele Österreicher haben sich durch den Wechsel an der Spitze des Justizministeriums im April 2011 frischen Wind erwartet. Wahrscheinlich sind die meisten Menschen in Österreich enttäuscht. Die neue Justizministerin, Frau Karl aus der Südsteiermark, ist ein Duckmäuserl. Das Wissenschaftsministerium ist froh, dass sie sie los haben, wie ich von höchster Stelle erfahren musste.

Andererseits geht es den Mördern, Betrügern etc…ja auch nicht so gut. Warum? Sie leiden sicher unter einer Rest-Angst, dass sie für ihre Schandtaten doch noch einmal gerade stehen müssen. Das Problem bei den Epitarsianern ist ja, dass sie eine eigene Ethik haben, die Ethik-Richtlinien von Ron Hubbard. Nach diesen Ethik-Richtlinien darf man töten. Ja, man muss töten, z.B. Unterdrückerische Personen.

Gemäß den Ethik-Richtlinien von Ron Hubbard darf man ja oder muss vielmehr „Unterdrückerische Personen“ – Suppressive Persons töten. Da hält man sich ja an die Gebote. Vielleicht sind diese Sektenjünger schon so Gehirn-gewaschen, dass sie wirklich glauben, sie leisten durch ihre Morde und Millionenbetrügereien am österreichischen Staat einen wertvollen Beitrag zur Klärung des Planeten, zur Rettung des Planeten Erde.

Mich persönlich stört es nicht mehr, dass Mörder und Milliardenbetrüger nicht bestraft werden und dass sie vielleicht sogar sämtliche Ehrenzeichen der Republik Österreich und der Gemeinde Wien (die auch ein Bundesland ist) erhalten werden. Das war schon immer so in Österreich.

Ich habe mich damit abgefunden, dass die Welt so böse ist.

Diese irdische Justiz war mir immer schon suspekt. JUSTITIA wird ja auch in der Bildhauerei immer als blind – mit verbundenen Augen – dargestellt. Man hat ihr – der Justitia – im Laufe der Jahrhunderte wenig Vertrauen entgegen gebracht.

Eine kleine, eine winzig kleine Gerechtigkeit gibt es aber vielleicht. Vielleicht werden die Täter in ihren Albträumen zum Tatort zurück geführt. Vielleicht leiden sie an den Spätfolgen ihrer Taten, sodass sie oft zum Psychiater wandern müssen. Vielleicht erscheinen ihnen ihre Mordopfer, ihre Betrugsopfer im Traum.

Wie heißt es im Volksmund: Ein schlechtes Gewissen ist kein gutes Ruhekissen.

Aber „Gewissen“ im christlichen Sinne kennen die Hubbardianer ja gar nicht. Es ist ihnen durch jahrelange Auditing-Sitzungen weg-auditiert worden in jahrelangen, teuren Auditing-Sitzungen. Sämtliche „Spuren“ sind gelöscht.

Vielleicht redet ihnen der Epitarsis-Auditor sogar noch ein, dass sie mit dem Mord und dem Verbrechen einige karmische Verwicklungen aufgelöst haben.

Da kommen wir jetzt aber schon ein bisschen in den Konflikt mit dem Rechtsstaat und der Demokratie, so wie wir es kennen von europäischen, demokratischen Rechtsstaaten.

Diese Thematik behandeln Werner Billinger und Michael Sauer in ihrem Buch

Staats- und gesellschaftspolitische Vorstellungen von Epitarsis

ISBN: 3-8100-2645-X

Darauf werden wir in späteren Ausführungen noch ausführlich eingehen. Bis bald.

Stets zu Diensten.

Ihre Obersthofmeisterei

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