Freitag, 6. Mai 2011

Die Republik der Kavaliere


There is no secret that time does not reveal - RACINE

Ein Abteilungsleiter im Bundesrechenzentrum in Wien hat ein schönes Gehalt.
Das dachte sich wahrscheinlich auch Ing. G., als er sich für den Posten des Abteilungsleiters für den Betrieb der SAP-Systeme im Bundesrechenzentrum beworben hatte.

Dass ausgerechnet er, Ing. G, den begehrten hoch dotierten Job bekam, war dann natürlich sicher „reine Formsache“.

Aber die Geschichte fängt schon 1998 an. Im Rahmen des Projektes „Kläre Österreich“ hat man vonseiten der Epitarsianer natürlich auch die Schaltstelle des Staates, den „Nerv der Republik“ (O-Ton Hofrat Wohlmeier gestorben 2009) unterwandern müssen.

Mit der sukzessiven Umstellung der Bundeshaushaltsverrechnung in den Bundesministerien vom alten System Budgetverrechnungsinformationssystem (BVI) auf die betriebswirtschaftliche Software SAP hatte man schon nach dem Ministerratsbeschluss 1998 begonnen.

Im Jahre 2000 begann man mit dem Roll-Out von SAP im Sozialministerium. Der Finanzminister Karl-Heinz Grasser war PRO FORMA auch gegen dieses Projekt, so wie er PRO FORMA gegen die Eurofighter war, PRO FORMA die Bundeswohnungen (BUWOG) teurer verkaufen wollte, PRO FORMA gegen das Projekt Minerva (Verschleuderung der VOEST AG an Strohsacks MAGNA-Firma) usw. war.

In den Jahren 2001 bis 2004 wurde also die Buchhaltung, Kostenrechnung, Phasenbuchhaltung, Kameralistik, Bugdeterstellung etc. aller Bundesministerien und Obersten Organe in Wien auf SAP umgestellt. Das ist sehr viel Arbeit. Ein Roll-Out für ein Ministerium dauerte acht Monate. Da waren unzählige Firmen, Subfirmen des Generalunternehmers Siemens, das Bundesrechenzentrum, Beamte des Finanzministeriums und in allen Bundesministerien beschäftigt. Da wurden Budget-Berichte programmiert und wieder verworfen. Da erhielt ein externer SAP-Berater pro Tag 25.000 ATS.

Im Jahre 1999 baute man im Bundesrechenzentrum einen Parallel-Betrieb für SAP auf, ein Kompetenzzentrum für SAP. Ich erinnere mich, dass ich mich nie mit dem SAP-Sackerl durch das BRZ zu spazieren getraute, weil ich immer Angriffen der alten Programmierer aus dem Bundesrechenzentrum ausgesetzt war.

Man hielt also – sehr zum Leidwesen des österreichischen Steuerzahlers – einen Doppelbetrieb BVI - SAP in der Bundesbuchhaltung aufrecht: Bis das letzte Ministerium auf SAP umgestellt war, musste man den Buchhaltungsbetrieb auf dem alten System BVI aufrecht erhalten.

Ein echter Spezialist der Buchhaltung und der Bundeshaushaltsverrechnung war und ist Ing. G. Ing. G. - gelernter Nachrichtentechniker - heuerte im Auftrag von EPITARSIS im Jahre 1998 im Bundesrechenzentrum an. Das Bundesrechenzentrum war 1997 unter Bundeskanzler Viktor Klima privatisiert worden. So konnte jeder Angestellter im Bundesrechenzentrum in Wien werden. Den alten Beamten wurden gute Angestellten-Dienst-Verträge angeboten.

Durch Datenmanipulationen bei der Migration von BVI auf SAP würde man gut im Rahmen des Projektes „Clear Austria“ Millionen aus österreichischen Steuergeldern verschieben können. Das war der Plan.

Im Jahre 2005 wurde dann die Buchhaltungsagentur gegründet. Alle Bundes-Buchhalter aus den Bundesministerien sollten in einer zentralen Buchhaltung auf SAP zusammen gefasst werden.
Die SAP-Server und SAP-Datenbanken stehen noch immer im Bundesrechenzentrum und werden dort bestens betreut.
Der Bundesrechnungsabschluss wird im Auftrage des Rechnungshofes im Bundesrechenzentrum erstellt.
Da kommt es schon sehr gelegen, wenn die Beamten in den Ministerien und im Rechnungshof sich nicht auskennen, total überfordert sind bei den komplizierten Verfahren der Bundeshaushaltsverrechnung und bei den SAP-Geschäftsprozessen. Das ist erwünscht, so können einige wenige die Daten des österreichischen Bundeshaushalts weiterhin unerkannt manipulieren.

Die wichtigste Schlüsselstelle ist und bleibt aber die Abteilung SAP-Betrieb auf SAP-Systemen im Bundesrechenzentrum.

Einige Hindernisse und alte Beamte mussten beseitigt werden.

Plan „C.A." (Conf Aug) 

August 2001: Ein Beamter des Finanzministeriums (E-Billing) fliegt in die USA um Details der Übernahme des Bundesrechenzentrums zu besprechen. (Einschulung)

Dezember 2002: Hofrat Cs (Haushaltsverrechnung der Republik Österreich) aus dem Finanzministerium fällt ins Koma.

November 2003: RegierungsRat Schw - Zahlungsverkehr - stirbt im Finanzministerium.

Dezember 2004: Unterdrückerische Person wird im BRZ fristlos entlassen.

Frühjahr 2005: Ein Betriebsrat stirbt im Bundesrechenzentrum.

Januar 2005: In der Buchhaltungsagentur in der Wiener Dresdner Straße beginnen die Millionenverschiebungen. Die Abteilung SAP-Betrieb im Bundesrechenzentrum hat alles „unter Kontrolle“. SC-Epitarsis is in control.

PM-SAP 2005: Auch die gesamte Personalverrechnung des Bundes wird auf SAP-Systemen abgewickelt. Gehälter von ca. 300.000 Beamten der Republik Österreich werden ab nun auf SAP-Systemen abgewickelt. Dies, obwohl das Bundesrechenzentrum ein sehr spezifisches Personalverrechnungssystem für österreichische Beamte entwickelt hatte.

Frühling 2006: Frau Sumper-Billinger wird Geschäftsführerin im Bundesrechenzentrum. Zuvor war sie Abteilungsleiterin im Kabinett Grasser. Sie ist eine wertvolle Mitarbeiterin in der „Friends Economy“.

März 2007: Eine Unterdrückerische Person wird auf www.peterpilz. verleumdet.

Januar 2008: Das Verfahren wegen Verleumdung wird am Landesgericht für Strafsachen Wien eingestellt.

Sommer 2008: Ein Klärer aus dem Finanzministerium wird interimistischer Leiter der Buchhaltungsagentur.

Herbst 2008: Herr Mag. Brandl wird Leiter der Buchhaltungsagentur.

Januar 2009: Buchhalter Wipplinger aus der Buchhaltungsagentur fliegt als Millionen-Betrüger im Bereich Arbeitsmarktservice auf und kommt in Untersuchungshaft. Unterdessen ist in der Abteilung „SAP-Betrieb“ im Bundesrechenzentrum alles weiterhin gut unter Kontrolle.

April 2009: Das Finanzministerium interveniert beim Bezirksgericht Wien-Liesing, um eine Unterdrückerische Person für die Jahre 1998/2003/2005/2008 als geschäftsunfähig zu erklären.

Mai 2009: Eine Unterdrückerische Person wird als geschäftsunfähig erklärt. Sie kann nie wieder Verträge mit Telekommunikationsunternehmen abschließen, hat daher keine Möglichkeit im Internet zu veröffentlichen.

Oktober 2009: Ein Kabinettsmitarbeiter des Finanzministers stirbt: Holger Fürst

Dezember 2009: Mit Hilfe seiner Epitarsis-Anwälte und Erfüllungsgehilfen kommt Buchhalter Wipplinger aus der U-Haft frei. Die ÖVP-Justizministerin sorgt dafür, dass das Verfahren im Sande verläuft.

Dezember 2009: Das SAP-Kompetenzzentrum im Bundesrechenzentrum feiert 10-jähriges Jubiläum. Die Firma SAP verlängert wunschgemäß alle Zertifikate.

2008 bis 2010: Im Bundesrechenzentrum Wien müssen weiterhin viele Spuren verwischt werden. Mit der Transaktion SAP_ALL kann man Buchungen auf den Servern der Universitäten, Ministerien usw. löschen, Umbuchungen vornehmen, Datenmigrationen weiterhin manipulieren. Abteilungsleiterin für SAP-Projekte wird eine enge Mitarbeiterin des Projektes „Kläre Österreich“: Frau Magistra Magistra Claudia R., verheiratete R.

März 2010: Die Erinnerungen einer Unterdrückerischen Person gehen online.

Januar 2011: Österreichische Universitäten beginnen parallel zu SAP eigene Personalverrechnungssysteme zu installieren. Die SAP-Server inkl. Datenbanken der Universitäten befinden sich weiterhin im Bundesrechenzentrum.

Januar 2011: PRO FORMA wird die Stelle eines technischen und kaufmännischen Geschäftsführers des Bundesrechenzentrums ausgeschrieben.

14. März 2011: Das SAP Customer Center of Expertise der BRZ GmbH veranstaltet die Frühjahrskonferenz der SAP Public Sector User Group.

Frühjahr 2011: Die Abteilungsleitung der Abteilung SAP-Betrieb (VCC) im Bundesrechenzentrum hat alles bestens im Griff. Monatlich werden Erfolgsberichte nach „Klares Wasser“ gesandt – inklusive einiger Millionen aus dem österreichischen Staatshaushalt. Wir Österreicher sind ja aufgrund unserer Nazi-Vergangenheit „auf ewig schuldig gesprochen“, daher dürfen wir auch zahlen. WIE SCHÖN!

Mai 2011: Die Grasser-Freunderln werden als Leiter des Bundesrechenzentrums in ihrem Amt bestätigt. Meldung nach KLARES WASSER: ALLES UNTER KONTROLLE.

Sie, werter Leser, werte Leserin unserer Blogs sagen: Um Gottes Willen, das sind doch kranke Verschwörungstheorien von kranken, besachwalteten, entmündigten Gehirnen. ABER NEIN: Wir haben es hautnah erlebt: das Projekt KLÄRE ÖSTERREICH.

Alle weiteren Details dieses Projektes und des AUSVERKAUFS der Republik Österreich und ihres Vermögens beschreibt der grüne Nationalratsabgeordnete PETER PILZ in seinem Buch

„Republik der Kavaliere“

Czernin-Verlag

ISBN 10: 3-7076-0220-6
ISBN 13: 978-3-7076-0220-3

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