Donnerstag, 21. Oktober 2010

Ein SAUNABUDGET für eine aufgfadlte Depressionstruppe

Unter einem Haushaltsplan versteht man in der Finanzwissenschaft die Gegenüberstellung von Einnahmen und Ausgaben (Kameralistik) bzw. Erträgen und Aufwendungen (Doppik) von öffentlich-rechtlichen Körperschaften wie Kommune, Land oder Bund. Mit der Aufstellung von Haushaltsplänen steuern die Parlamente, Kreistage und Gemeinderäte der Gebietskörperschaften (Bund, Länder, Gemeinden, Gemeindeverbände) sowie die Sondervermögen die Finanzen ihrer Körperschaft. In der Schweiz ist der Begriff Haushaltsplan unüblich, stattdessen ist hierfür Budget gebräuchlich. In Österreich wird auch von Finanzgebarung gesprochen.

So viel kann man in Wikipedia zum Begriff „Budget“ erfahren. In Österreich geht es vor allem um den sogenannten „Bundesvoranschlag“ den die Spiegelsektionen im Bundesministerium für Finanzen mit den einzelnen Bundesministerien ausverhandeln.
Der Bundesvoranschlag ist also eine Art „Kostenvoranschlag“ für jene Ausgaben und Einnahmen, die für die Bundesministerien und ihre nachgeordneten Dienststellen vorgesehen sind. Der Bundesvoranschlag wird für jedes „Kapitel“ (das ist eine zweistellige Zahl für jedes Ministerium – vereinfacht ausgedrückt) in gedruckter Form dem Nationalrat vorgelegt.

Im Finanzjahr (war bis jetzt das Kalenderjahr) wird dann in der Budgetabteilung jedes Ministeriums monatlich die Abrechnung gemacht – also was ist von den Ausgaben und Einnahmen des Bundesvoranschlags realisiert worden – wie sind die Abweichungen.
Bis zum Jahre 2000 sind diese Buchhaltungsvorgänge über das von Programmierern des Bundesrechenzentrums entwickelte „Budgetverrechnungsinformationssystem“ perfekt abgewickelt worden. Das Bundesrechenzentrum hat über Jahrzehnte auch den „Bundesrechnungsabschluss“ erstellt – das ist also die Bilanz der Bundesministerien. Die Phasenbuchhaltung der Kameralistik hat parallel zur Doppik (Doppelte Buchhaltung) eine große Bedeutung in der Bundesbuchhaltung, in der Buchhaltung der Ministerien. Das haben auch alle Buchhalter der Bundesministerien gut gelernt. Hofrat Stefan Csoka ist ihnen seit 1966 mit Rat und Tat zur Seite gestanden.

Im Jahre 2000 hat aber die Psychosekte EPITARSIS die Macht im Finanzministerium übernommen. Bereits 1998 gab es einen Ministerratsbeschluss, dass die Bundeshaushaltsverrechnung in Zukunft über die betriebswirtschaftliche Software SAP abgewickelt werden soll.
Als die SAP-Truppe im Jahre 1998 ins Bundesrechenzentrum einzog, gab es natürlich großen Widerstand vonseiten der alten Programmierer des Bundesrechenzentrums. Vor allem der Plan, dass auch die gesamte „Besoldung“ (Personalabrechnung der Beamten der Republik Österreich) in Hinkunft auf SAP-Systemen abgewickelt werden soll, bereitete den Spezialisten im Bundesrechenzentrum große Sorge.
Dem Steuerzahler wollte man ja mit Hilfe von „Gutachten“ der Wirtschaftsuniversität einreden, dass die Umstellung der Haushaltsverrechnung auf SAP ca. 700 Millionen österreichische Schillinge an Einsparungen bringen würde.
In Wirklichkeit gab es in den Jahren 2000 bis 2004 (wahrscheinlich auch noch später) eklatante Doppelgleisigkeiten und Redundanzen, vor allem weil der Bundesrechnungsabschluss noch immer auf dem alten Budgetverrechnungsinformationssystem der Brz GmbH abgewickelt wurde. Ein externer SAP-Berater kostete dem BM für Finanzen pro Tag ca. 25.000 ATS. Viel Arbeit war umsonst, viele neue Budget-Computer-Programme wurden teuer entwickelt und dann wieder weggeworfen.
Im Jahre 2005 wurden alle Buchhalter aus den Bundesministerien herausgenommen und in der neuen Buchhaltungsagentur des Bundes (Wien 20) zusammen gefasst. Vor allem jene Buchhalter, die Epitarsis halfen, Millionen aus österreichischen Steuergeldern, zweckgebundenen Fördergeldern, AMS-Geldern auf die Warchest zu überweisen, wurden mit Abteilungsleiter-Posten belohnt, wie z.B. Herr Wolfgang Wipplinger aus Wien 23.

Technology works.

Die SAP-Server befinden sich weiterhin in der Bundesrechenzentrum GMBH und sind natürlich auch via Intranet mit der SAP-Zentrale in Waldorf bei Heidelberg (BRD) verbunden. Mit der Transaktion SAP_ALL kann man zum Glück sämtliche Buchungen auf den SAP-Systemen der Bundesministerien manipulieren.
Die älteren Beamten in den Bundesministerien haben sich frustriert in die Pension zurück gezogen, einige wichtige Beamte im BMF wurden mit Hilfe von Epitarsis erfolgreich ins Jenseits befördert bzw. bekamen AMNESIE-Medikamente und –injektionen wie z.B. Hofrat Csoka.
Die Epitarsianer haben sich also an eine wichtige Schaltstelle gesetzt, nämlich jene Schaltstelle, wo der Bundesvoranschlag genehmigt wird, die monatliche und jährliche Abrechnung des Budgets (Phasenbuchhaltung) abgewickelt wird und wo auch der Bundesrechnungsabschluss fabriziert wird.
Hofrat Csoka hat die 183 Abgeordneten zum Nationalrat immer „treffend“ die 183 „Indianer“ genannt. Sie verstehen NULL von Bundesvoranschlag, Budgetbegleitgesetz und vieles mehr. Und das ist gut so. Das alte Nazi-Land Österreich soll ausgeblutet werden. Epitarsis ist ein guter Vollzugsgehilfe für dieses Ziel.