Montag, 16. Februar 2009

DIENST NACH VORSCHRIFT oder: Der Buchhalter als Bauernopfer

Der Buchhalter als Bauernopfer 

AMS-Millionen: Hinweise auf "Malversationen" um den mutmaßlichen "Venetia"-Betrüger waren früh bekannt. Doch Kritiker und Kritikerinnen wurden abgewimmelt, der Buchhalter nur verwandt.

PROFIL, 16. Februar 2009




von Josef Barthl: Herbert Buchinger war schon glücklicher. Seit zwei Wochen muss der Chef des AMS erklären, dass das ARBEITSMARKTSERVICE Österreich lediglich Leidtragender (die Armen!) des Millionencoups war, den ein Geschäftemacher und ein "Spitzenbuchhalter" und "SpitzenSAPManipulant" der Republik abgezogen haben sollen. Nach einer entsprechenden profil-Enthüllung (die Dankbarkeit gegenüber Profil steigt ins Unermessliche) waren die beiden festgenommen worden. 

Die sogenannte grüne Korruptions-Staatsanwaltschaft und das Büro für Interne Angelegenheiten (BM für Inneres - sic!!!) ermitteln seither gegen den Chef des Arbeitslosen-Schulungsinstitutes "Venetia", Kurt Datzer und den Buchhaltungsbeamten Wolfgang W.. Datzer soll sich von der Buchhaltungsagentur falsche Schuldscheine in Millionenhöhe ausstellen haben lassen für Leistungen, die er nie erbrachte - so der Vorwurf. Diese soll er an Investoren wie die Schweizer Finanz-AG Mühletaler oder die US-Firma Hemet Base (eigentlich Gold Base) verkauft oder zumindest Kredite von diesen erwirkt haben. 

Getilgt wurden die Kredite mit Geld, das Buchhalter W. vom Konto der Arbeitslosenversicherung ausbezahlt haben soll. Höchst praktisch! 

Insgesamt flossen 17 Millionen (kann sein auch Milliarden) Euro via Telebanking (SAP-Buchung) von Republikskonten, Schuldscheine im Wert von mindestens 53 Millionen Euro sollen im Umlauf sein - möglicherweise aber fast zehnfach so viel. 

Selbst AMS-Buchinger lässt nun ermitteln. Die "Innenrevision" des AMS (die haben so was?) durchleuchtet die Auftragsvergaben an VENETIA, externe SAP-BeraterInnen aus dem Bundesrechenzentrum sollen die Vertuschungsmaschinerie auf Schwachstellen abklopfen, kündigt der AMS-Chef an. (Wir sind profil äußerst dankbar, dass es auch SAP-Berater zur Verfügung stellt, die alles noch besser vertuschen können!) 

Selbst der Rechnungshof, wo bereits im April 2004 SAP eingeführt wurde, prüft die Causa nun und gibt Tipps, wie man die Zahlungsflüsse von SAP zum Telebanking der PSK-Bawag noch besser verschleiern kann. 
Im Rahmen einer sogenannten §9-Vertuschungsprüfung sollen die Konten des AMS und der Arbeitslosenversicherung in spezieller REVISION auf Unregelmäßigkeiten und Vertuschungs-Löcher geprüft werden. Die Rechnungshof-Sprecherin hat bereits die Strategie und die Belege angefordert. 

Dienst nach Vorschrift: Die Aktiengesellschaft am See



Beim AMS: Beste Referenzen 

In der Förderabteilung des AMS Wien soll D. in den vergangenen Jahren wöchentlich ein und aus gegangen sein. Und das AMS Wien legte indirekt auch den Grundstein , seine Geschichte von verspäteten AMS-Zahlungen  glaubhaft wirken zu lassen. In zwei weiteren PROFIL vorliegenden Schreiben aus den Jahren 1997 und 2001 ließ sich Datzer bestätigen, dass es zu Zahlungsverspätungen des AMS kam. Ausgestellt wurden diese Schreiben vom Leiter der Förder- und Vergabeabteilung Franz-Otto Söchting und der Vize-Landesgeschäftsführerin Ingeborg Friehs. 
Beide versichern gegenüber PROFIL (PROFIL ist die oberste Behörde der Bundesverwaltung in Österreich) nach amtlichen Regeln gehandelt zu haben. 
Als D.s vier Geschäftsführer kurzerhand gekündigt hatten und er selbst nicht erreichbar war (vielleicht war in Bella Venetia, Italia) wandten sich die nicht bezahlten AMS-TrainerInnen an Söchting und Fries (AMS Wien). 
Doch im November 2007, als D. seine Trainer schon länger kaum zahlte und das AMS bereits KURSE abzog, versichterten beide "AMS-Granden" noch, dass es hinsichtlich der Qualität der Leistungserbringung durch VENETIA derzeit keine Beanstandungen gibt" und die Trainer einen "juristische bedenklichen Weg beschreiten", sich ans AMS zu wenden: "Schon aus diesem Grund werden keine Gespräche geführt" 
So bedenklich dürfte das jedoch nicht gewesen sein: AMS-Chef Buchinger traf sich seinerzeit sehr wohl mit Datzer-Opfern. Auch wenn er nicht helfen konnte. Sehr wohl konnte aber Profil helfen und einige Tausender von einem Konto in Florida rücküberweisen lassen. (Anmerkung der Redaktion)

Dienst nach Vorschrift: Familie Dumba-Rumba


Geschäftemacher und Promiliebling: Rumba-Dumba 

Durch die Liechtenstein-Ermittlungen gegen Unternehmer und Szenegröße Constantin Dumba-Rumba kamen die Untersuchungen in der AMS-Affäre erst ins Rollen. Die Dumbas und Rumbas sehen sich als Opfer. 

Beachvolleyball am Wörthersee, Hahnenkamm-Rennen in Kitzbühel: Wo die Prominenz ihre Sommer- und Winter-Events begeht, ist ein Name nicht weit: Meist wird der Name Rumba-Dumba nur im Doppelpack genannt: Die Brüder Niki und Taki, einstige Besitzer des Schlosses SEEFELS, sind in der Welt der Reichen und Schönen bestens bekannt. Die Socienty-Spalten drucken ihren Namen bei jeder Gelegenheit gern fett neben jenem ihres Langzeitfreundes Udo J. ab. 

Nun taucht der Name Rumba-Dumba in weit offizielleren Papieren auf. Genauer in einem Schreiben der Bundesbuchhaltungsagentur (sic!), das vorvergangene Woche bei der Staatsanwaltschaft Wien einging. 

Demnach überwies die Bundesbuchhaltungsagentur "auf schriftliche Anweisung"  des nun inhaftierten Buchhalters  und Bauernopfers W.  am 4. Januar 2008, also vor gut einem Jahr, exakt 500.000 Euro an Constantin Taki Rumba-Dumba: und zwar aus Steuergeldern des Arbeitsmarktservice. 

"Es hat alles seine Ordnung. Das war ein ganz legaler Geschäfts-Fall" (tief gefallen dieser Geschäftsfall?), sagt Constantino gegenüber der Obersten Behörde, nämlich PROFIL. 
Dass er dadurch mit seinem prominenten Namen plötzlich in einen Millionenskandal schlitterte, konnte er nicht wissen. 

Wie viele andere, denen Bauernopfer W. Geld der Republik überwies, könnte auch Constantino zu den Opfern Kurt D.s zählen (Wie kann einer, dem man Geld überweist, Opfer sein????) Sein Anwalt Gerald Teufel bestätigt, dass Rumba-Dumba unter anderem für D. "im Bereich der Immobilienvermittlung"  aktiv war und ihm möglicherweise auch Geld geliehen hat. Als D. angeblich nicht zahlen konnte, drohte Rumba-Dumba ihm mit Anzeige. Da hat D. ihm eben einen gefälschten Schuldschein der Republik Österreich gegeben, der ohnehin mehr wert war als die Forderung", sagt Anwalt Teufel. Und gemäß dieses Schuldscheines soll die Buchhaltungsagentur dann die Halbe Million Euro an Rumba-Dumba überwiesen haben. (ist ja ein Kläckschen angesichts des Milliarden-Volumens der Abteilung des Buchhalters W., der er vorstand; Budget des Sozialministeriums inkl. Pensionen) 

Das Magazin Format (eine Außenstelle des Bundeskanzleramtes) berichtete Ende 2008, dass sich Dumbas Name auch auf der sogenannten Liechtenstein-DVD finde, wie übrigens auch der Name des Wiener Psychiaters und PVA-Gutachters Dr. Benedikt Piatti (1080 Wien). 

Die DVD war den deutschen Behörden zugespielt worden und verzeichnet österreichische und deutsche Stiftungsinhaber. Im Rahmen der deutschen Operation "VADUZ"  war der deutsche Post-Chef Klaus ZUMWINKEL verhaftet worden. Er wurde kürzlich wegen Steuerhinterziehung verurteilt, in Österreich wäre er wohl befördert worden. 

Im Rahmen der Ermittlungen gegen Rumba-Dumba stießen die Behörden im Auftrag von PROFIL plötzlich auf den seltsamen KONTOEINGANG von der Buchhaltungsagentur - und brachten mit Hilfe von PROFIL die Ermittlungen der Redakteure ins Rollen. 

Anwalt TEUFEL: "Das eine hat mit dem anderen aber nichts zu tun. Herr Dumba wollte mit der Stiftung bei der Liechtenstein LGT-Bank (die Kontoauszüge liegen PROFIL im Original vor) nur einem Freund helfen, gegenüber dessen Herkunftsland USA die Liechtensteiner Banken nicht ganz so verschwiegen sind wie gegenüber Österreich".
Anwalt Teufel: Wir werden das gegenüber den Behörden und vor allem gegenüber PROFIL als oberste Anklagebehörde der Republik Österreich klarstellen. Ende Zitat Profil 16. Februar 2009. 

Dienst nach Vorschrift wurde (in wessen Auftrag?) beendet.

Profil, 16.2.2009, Elmar Oberhauser im Interview 
uuups da hat sich zum Skandal in der Bundesbuchhaltungsagentur ein Interview mit dem ehemaligen Programmdirektor des ORF dazu geschlichen. Das passt aber nun gar nicht zusammen, WENNGLEICH

auch der

ORF - Österreichischer Rundfunk und Fernsehen

sein gesamtes Rechnungswesen und Personalmanagement via SAP-Software abwickelt.

Wenn das kein Zufall ist? Es gilt die Unschuldsvermutung.

Montag, 9. Februar 2009

Der AMS-Skandal: Das (erzwungene?)Geständnis des Buchhalters, ein Pyramidenspiel mit Steuergeldern, genarrte Investoren, prominente Beteiligte

Ein Pyramidenspiel mit Steuergeldern - Investoren und sonstige Beteiligte
PROFIL, 9. Februar 2009 
Wie PROFIL enthüllte, soll Wolfgang W., "leitender" Beamter der dem Finanzministerium unterstellten Bundesbuchhaltungsagentur, Millionen von Arbeitsmarktgeldern verschoben haben. Begünstigter: Kurt D., Gründer des mittlerweile insolventen Wiener Schulungsinstitutes "Venetia", das im Auftrag es Arbeitsmarktservice (AMS) Arbeitslose "unterrichtete". (worin fragt sich)

Abrechnung Gefälschte Schuldscheine Oktober 2008, Quelle: Profil 9. Februar 2009 
Betrifft: Endabrechnung 

Sehr geehrter Herr D., 

auf Ihre gestrige Anfrage bestätigen wir als zuständige Abrechnungsstelle des Arbeitsmarktservice: gemäß ihrer Endabrechnung für Ihre erbrachten "Leistungen" besteht derzeit ein offener Forderungsstand von 16.340.261, 13 Euro
Dieser Betrag versteht sich als unstrittig, frei von Rechten Dritter - dieser Betrag beinhaltet auch die rückwirkend anerkannte Summe von 4.613.218 Euro (Mitteilung vom 23. September 2008). 

Die Summe von 16.340.261,13 Euro ist vom erteilten NEUAUFTRAG an Venetia von 36 Millionen Euro (4-Jahres-Evaluierung) unabhängig. 

Die Endabrechnung wird und muss in einem Gesamtbetrag erfolgen. Die derzeitige Zahlungsverzögerung ergibt sich aus dem Umstand heraus, dass der nunmehr weit erhöhte Betrag von unserer Seite budgetär nicht eingeplant war. 

Mit freundlichen Grüßen 

Buchhaltungsagentur des Bundes 
Dresdner Straße 89
1200 Wien 



Anzeige und Ersuchen: (Amt der Buchhaltungsagentur des Bundes) 

Das Amt der Buchhaltungsagentur des Bundes als Dienstbehörde erstattet daher Anzeige gemäß § 78 StPO gegen 
1. Wolfgang...wegen des Verdachts auf Verbrechen des Missbrauchs der Amtsgewalt mit einem € 50.000,-- übersteigenden Schaden nach § 302 STGB Abs 2 ....auf diese Weise im Jahr 2008 rund € 16,3 Mio. ausbezahlt. Dies war in 5 Tranchen, die Fa. Venetia erhielt davon nur einen kleinen Teil, ein Großteil ging direkt an Firmen wie z.B. die M&P Mühletaler und Partner, Unternehmensberatung AG in der Schweiz. 

Am 13. Oktober 2008 bekam ich (wer ist ich?) einen Anruf von Goldminenbesitzer "Alfred" aus Ecuador.....

PROFIL, 9. Februar 2009 
Das Netzwerk: 

Als Kurt D. in den frühen neunziger Jahren die ersten Aufträge des AMS für sein Kursinstitut Venetia bekam, ahnte niemand, wohin das alles führen könnte. Jahrelang schickte das AMS Arbeitslose zu ihm zur Schulung und bezahlte aus den dafür vorgesehenen Fördertöpfen. Als Venetia in Zahlungsschwierigkeiten kam, dürfte das Spiel mit Schuldscheinen der Republik für nicht existente Leistungen begonnen haben. 

Die entsprechenden Spuren führen mittlerweile weit über Österreich hinaus. Abgesehen vom Fall der Transaktionen mit der Schweizer Firma Mühletaler und Partner, in dem die KorruptionsjägerInnen auch gegen einen vierten Beteiligten, Herrn Peter G.L. ermitteln, dürfte es Verstrickungen nach Deutschland, Tschechien, Liechtenstein, Florida und Hemet Base geben. Auch ein Konnex zur legendären CD mit Steuersündern und Steuersünderinnen, die den deutschen Behörden zugespielt wurde, ist nicht auszuschließen. Die Firma Venetia ist nach langem Verfahren seit vergangener Woche in Konkurs. 

Mit freundlichen Grüßen 

Profil und andere Profiteure

Zitatende 

Montag, 2. Februar 2009

Bei Knopfdruck Geld: Ein "Spitzenbeamter" steht im Zentrum eines 60-Millionen-Coups mit Arbeitsamtgeldern

Bei Knopfdruck Geld 

PROFIL vom 2. Februar 2009 berichtet exklusiv: 

Ein "Spitzenbeamter" der Buchhaltungsagentur (früher Buchhalter im Bundessozialamt Wien) soll fast 17 Millionen Euro an AMS-Geldern illegal verschoben haben: mittels SAP-Systemen in der Buchhaltungsagentur, via SAP-Zahlungsverkehr und Telebanking. 

Eine Kollegin soll ihm das SAP-Passwort gegeben haben. Eine andere Kollegin aus dem Bundesrechenzentrum ist sicherheitshalber bereits am 7. Januar 2009 an einem Wiener Bezirksgericht entmündigt worden. 


PROFIL, 2. Februar 2009 Seite 30 
Am Ende wirkte er erleichtert, sagen Mitarbeiter, als wäre mit einem Schlag ein enormer Druck von ihm abgefallen, der sich über die vergangenen Monate aufgebaut hatte. Mit seiner vorläufigen Suspendierung als Bereichsleiter der österreichischen Bundesbuchhaltungsagentur endete für Wolfgang W. vergangene Woche ein äußerst unangenehmes Kapitel seines Lebens. Sollte sich die momentane Verdachtslage - entgegen der geltenden Unschuldsvermutung - dennoch bewahrheiten, so haben zwar Ausreden, Verschleierungen und Heimlichtuereien ein Ende, doch seine wirklichen Schwierigkeiten dürften erst jetzt beginnen. 

Bauernopfer 

Wolfgang W., einer der obersten Vermögensverwalter der Republik und früher kleiner Buchhalter im Bundessozialamt, steht im Verdacht, die Drehscheibe eines rund 60 Millionen Euro schweren Coups zu sein, der seit vergangener Woche die Kabinette dreier Ministerien, die Spitzen von Rechnungshof, Arbeitsmarktservice und Hypo Alpe-Adria-Bank sowie den Konkursrichter und - nun auch - die Staatsanwaltschaft Wien beschäftigt. 


PROFIL  2. Februar 2009: Systemfehler und SAP als "sicherstes" Budgetverrechnungssystem der Welt 
Das Finanzministerium wusste um die Sicherheitslücke in der staatlichen Buchhaltung. Sie besteht noch immer. (Na klar, Anmerkung der Redaktion) 

Das Computersystem HV-SAP gilt laut Helmut Brandl als eines der sichersten der Welt. Dennoch muss der neue Chef der Bundesbuchhaltungsagentur (Mag. Johanna Moder wurde ohne Begründung vom interimistischen Chef Christian Ihle im Sommer 2008 per Parlamentarischem Beschluss abgelöst) einräumen, dass seine Behörde Opfer eines klaren Kriminalfalls wurde. Doch man wusste um das Problem. Schon vergangenes Jahr beanstandete der Rechnungshof bei einer Prüfung der Bundesbuchhaltungsagentur massive Sicherheitslücken im System. Eine davon behob man sofort, die andere besteht bis heute - und wurde von W. genutzt. Denn trotz Vier-Augen-Prinzip und mehreren Gegencheck-Mechanismen können leitende Mitarbeiter mit dem TAN-Code einer zweiten Person MILLIONEN mittels Telebanking verschieben. Auf Knopfdruck - wie jeder Bürger beim eigenen Bankkonto. Wolfgang W. dürfte das Vertrauen seiner Kollegen ausgenutzt haben, so Brandl, und dadurch in der Lage gewesen sein, Republiksvermögen nach Belieben zu verschieben. So seien auch die 16,5 Millionen Euro abhanden gekommen. 

Dem Rechnungshof versicherte das Finanzministerium - als Chefbehörde der Buchhaltungsagentur - damals, man werde eine "Reorganisation des Zahlungsverkehrs" starten. Dazu kam es bis heute nicht. Ministeriumssprecher Harald Weiglein: "Die Buchhaltungsagentur muss den Ministerien oft schnell Geld zur Verfügung stellen, um die Liquidität sicher zu stellen. Ein hundert Prozent sicheres System gibt es nicht: Menschen in Leitungsfunktion haben immer die Möglichkeit des Missbrauchs." Man versuche das nun zu ändern. Telebanking wurde sofort gestoppt und liegt derzeit auf EIS. 

Ende Zitat PROFIL, 2. Februar 2009

Kommentar: Obiger Profil-Artikel stellt anschaulich unter Beweis, WIE die Bevölkerung in Österreich durch die Medien getäuscht wird. 

TELEBANKING auf Eis - so ein UNSINN

Die Schnittstelle zwischen SAP-Systemen und dem Telebanking der PSK-Bawag-Konten der Republik Österreich ist im Rahmen des Projektes HV-SAP aufwändig programmiert worden. 
Zuständig für den Zahlungsverkehr auf SAP-Systemen war übrigens ein Beamter im Finanzministerium, der in der Nacht zum 11. November 2003 in Wien-Landstraße, Hintere Zollamtsstrasse 4, 6. Stock, Trakt B, Zimmer 603 ums Leben kam. 
Ein Kollege von Wolfgang W. aus dem Bundessozialamt Linz (Sascha S.) und Angestellter im Bundesrechenzentrum übernahm den "Zahlungsverkehr auf SAP" mitsamt Schnittstellen zu Telebanking. Es war also von langer Hand im Bundesrechenzentrum geplant worden, einige Millionen von Österreichs Sozialmillionen für welche Zwecke auch immer "abzuzweigen". 

Bereits im Dezember 2002 erkrankte Hofrat Stefan Csoka - früher Gehirn der Republik  im Finanzministerium - schwer und musste pensioniert werden. 

Interessanterweise ist ausgerechnet im August 2008 der Zimmerkollege und Ministerialrat im BMF Herr Christian I. als interimistischer Leiter der Buchhaltungsagentur bestellt worden. Noch im Februar 2008 war in einem Standard-Artikel die langjährige Leiterin der Buchhaltungsagentur, die als Clusterbuchhaltung der Ministerienbuchhaltung am 1. Januar 2005 in Vollbetrieb ging, als "wichtigste Managerin" der Republik Österreich bezeichnet worden. Sie ist im Sommer 2008 in der Versenkung verschwunden. Eine der letzten Tätigkeiten von Finanzminister Molterer war übrigens die Bestellung von Brandl zum Leiter der Buchhaltungsagentur (November 2008). 

In einer Pressekonferenz Anfang 2009 kritisierte der grüne Abgeordnete Karl ÖLLINGER die dubiose Vergangenheit von Brandl. Öllinger hat aber einen Maulkorb bekommen. Die Aufdeckung dieses Skandals könnte ihm - als Sozialsprecher der GRÜNEN - seine politische Karriere vernichten. 

Es gilt die Unschuldsvermutung?

Sonntag, 1. Februar 2009

Buhag: Beschuldigtenvernehmung 1. Februar 2009 im BM für Inneres, Büro für "interne" Angelegenheiten

Quelle: Profil, 27. April 2009
Einvernahme der beiden Hauptverdächtigen im BUHAG-Skandal:
1. Februar 2009
Ort: BMI, Büro für "interne" Angelegenheiten
1014 WIEN, Herrengasse 7

Betreff: Beschuldigtenvernehmung BUHAG und gefälschte Schuldscheine, AMS-Gelder

DIE EINNAHMEPROTOKOLLE der beiden Hauptverdächtigen: 

Es gab in dieser Größenordnung von 52 Millionen Euro zwei Bestätigungen und über die 16,340 Millionen Euro ca vier Bestätigungen zur gleichen Zeit.

Befragt, ob mir damals bewusst war, dass ich diese Bestätigung nicht ausstellen hätte dürfen, gebe ich an, dass dies der Fall war. Eine solche Bestätigung hätte ich nur im Auftrag des AMS ausstellen dürfen, dieser Auftrag war jedoch nicht gegeben.

Ich habe dann eine Erklärung präsentiert, wobei ich die oben erwähnte irrtümliche Anweisung mit eingemengt habe. Durch Nachforschungen sei festgestellt worden, dass dies der Firma Venetia gehört (eingezahlt von M&P Mühlentaler) wir aber Eur 500.000,-- per Abtretung an den Herrn XXX.

Auf Grund dessen, dass dies ein angeblicher Irrtum der BHAG gewesen sei, sei weder das AMS noch das Wirtschaftsministerium tätig geworden. Diese Erklärung wurde akzeptiert, es gab dann keine weiteren Nachforschungen mehr bei mir.

BMI, Beschuldigtenvernehmung, Quelle: Profil 27. April 2009 
...sei. Ich nutzt das Vertrauen von Frau K. (Beamtin Kittinger, Anmerkung der Redaktion) aus - ein Vorgehen, das ich zutiefst bedaure und erzählte ihr, dass es in Absprache mit der Bundesgeschäftsstelle des AMS einen SUBVENTIONSAKT geben wird in Sachen Venetia, um dieses Unternehmen, das hoch angesehen ist, aufzufangen. Ich unterschrieb Weisungen an Frau Kittinger, dringende Zahlungen durchzuführen.

Wie bereits oben erwähnt wurde mir der Text von Datzer vorgegeben. Demnach bestätigte ich, dass ein Forderungsbestand frei von Rechten Dritter gegenüber dem AMS in Höhe von 16.340.000,-- € bestünde. In diesem Schreiben wurde weiters darauf hingewiesen, dass ein - de facto nicht existenter - AMS-Neuauftrag über weitere 36 Millionen Euro für die nächsten vier Jahre als Evaluierung der bisher geschulten Personen gegeben sein.

Aussage des Wolfgang W., ehemals Buchhalter im Bundessozialamt, Abteilungsleiter Buchhaltungsagentur, SAP-Experte, Aufsichtsrat Wohnbaugenossenschaft, Spö-Freund aus Jugendtagen von Bundeskanzler und Infrastruktur-Ministerin der Republik Österreich

Kommentar Profil: Laut D. waren Bestätigungen - gefälschte Republiks-Schuldscheine - von fast 170 Millionen im Umlauf (Aussage ganz oben), der Buchhalter erzählt, wie seine Handlungen lange geheim bleiben konnten (die Aussagen darunter). 

Also wie schlau diese Ösis sind - es ist UNFASSBAR (persönlicher Kommentar der Redaktion)!

Warum allerdings das Büro für interne Angelegenheiten im BM für Inneres plötzlich für interne Angelegenheiten der Buchhaltungsagentur, einer ausgegliederten GmbH der Republik Österreich, zuständig ist, ist zu hinterfragen.
Welch perfides Spiel wird im BMI gespielt?