Montag, 31. Dezember 2007

Sylvester in Wien - mach mehr Geld Wolfgang MAKE MORE MONEY

Es ist der 31.Dezember 2007. Wien bereitet sich auf den großen, berühmten Sylvesterpfad vor. Viele Touristen aus den Nachbarländern Österreichs sind bereits in vielen billigen Hotels in Wien untergebracht. Es gibt Schneeregen und noch will die Champagner-Stimmung nicht so recht aufkommen.

Unser Champion Wolfgang W. fährt mit dem Dienst-BMW und Chauffeur von seiner Wohnung im 23. Bezirk von Wien in das Büro der Buchhaltungsagentur in der Dresdener Straße.

31. Dezember, das bedeutet Jahreswechsel und immer viel Arbeit für Angestellte im Rechnungswesen. Vor allem beim Vertuschen von "Fehlüberweisungen" und Fälschen von Bilanzen muss der Buchhalter hier zur Höchstform anlaufen. Nix ist mit Sekt und Champagner....Die Wertberichtigungen und sonstige Tätigkeiten der orientalischen Buchhaltung und Geldwäsche-Angelegenheiten erfordern ein helles Köpfchen.

Es wird Brötchen geben und am Abend ein Buffet von Do & Co.
Als Wolfi sein Büro betritt, sitzt die Sekretärin kreidebleich in ihrem Arbeitssessel, die Telefone hat sie inzwischen auf lautlos gestellt. Sie ist bereits eine halbe Stunde von Anrufern aus der Schweiz und aus Liechtenstein beschimpft worden.

Die Drohanrufe in der Buchhaltungsagentur bei Herrn Wipplinger werden heute - am letzten Tag des Jahres - so unerträglich, dass Abteilungsleiter Wipplinger die Sache dadurch zu bereinigen versucht, indem er in Fülle gefälschte Bestätigungen (Schuldscheine der Republik) ausstellt und Zahlungsfristen eigenmächtig verschiebt.

An diesem letzten Tag des Jahres ist der Terminkalender des Abteilungsleiters und ehemaligen Buchhalters im Bundessozialamt prall gefüllt.
Eine Videokonferenz löst die andere ab.
Formulare mit dem Stempel der Republik Österreich werden en masse ausgedruckt. Die scheinbar ahnungslose Assistentin von Hr. Wipplinger unterschreibt gemäß Vier-Augen-Prinzip die gefälschten Schuldscheine in Millionenhöhe.
Die leitende Geschäftsführerin der Buchhaltungsagentur in Wien, Frau Mag. Johanna Moder, hat mit diesen Machenschaften nichts zu tun. Sie befindet sich bereits im wohlverdienten Schi-Urlaub in einem Nobelhotel in Kitzbühel - im schönen Tirol.

Freitag, 14. Dezember 2007

Und es weihnachtet sehr - vacaciones de Navidad

Wien im Advent. Überall leuchten die Lichter der Weihnachtsmärkte, es riecht nach Zimt, Vanillekipferln und Punsch.
Gar nicht in Weihnachtsstimmung will unser Held Wolfgang W. aus der Buchhaltungsagentur kommen. Soeben ist er mit seinem schnittigen BMW mit der Wiener Nummer W-SAP166 in der Parkgarage in der Dresdner Strasse angekommen. Er musste sich von seiner Wohnung in Wien 23 durch das verschneite Wien kämpfen.
Als er das Büro betritt, ist dort schon die Hölle los. Das Telefon läutet ununterbrochen und die Sekretärin ist mit den Nerven am Ende.
Auf allen 3 Leitungen sind verärgerte Käufer von Forderungen des Herrn Kurt Datzer. Sie hatten diese Forderungen in Millionen-Höhe am freien Markt über die Firma Mühletaler & Partner in der Schweiz erworben - in der Hoffnung sie zu einem überhöhten Preis weiter zu verkaufen. Die Republik Österreich steht ja nicht so schlecht da. Allerdings haben gewisse Banken und Institute bereits - nach der Sachverhaltsdarstellung des AMS-Chefs an die Justiz - Wind bekommen und eine Warnung ausgegeben. Jetzt bleiben diese Spekulanten auf ihren Schuld-Forderungen sitzen und laden ihre Wut am Bauernopfer Wipplinger aus - der Weihnachtsfriede scheint in großer Gefahr.